DEUTSCHLAND | Mecklenburg-Vorpommern

 

IHK-Ländertag Italien (online)

Auch Italien hat mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Die Wirtschaftslage kann für das 2. Halbjahr 2021 jedoch als positiv bewertet werden. Bis zum Ende des Jahres wird mit einem realen Wachstum von ca. 6 Prozent gerechnet.

Unternehmen profitieren von der positiven Stimmung von Konsumenten. In Italien ist über 70 Prozent (Stand 01.09.21) der Bevölkerung geimpft. Die neuen Lockerungen der Einschränkungen kommen auch dem Dienstleistungssektor zugute. Italien dürfte das Vorkrisenniveau bis zum ersten Halbjahr 2022 erreicht haben, schätzen Experten.

AHK-Experte Sebastian Euchenhofer, Teamleiter Market & Business Development präsentiert im Webinar die aktuellen Wirtschaftsdaten Italiens und gibt einen Einstieg zu den Themen Markteintritt und Vertriebsaufbau in Italien.

Anschließend können interessierte Unternehmen ein individuelles, unverbindliches Beratungsgespräch (Microsoft Teams) á 45 min mit dem AHK-Experten buchen und konkrete Fragenstellungen und Ideen besprechen.

 

Marktchancen für deutsche Unternehmen: Die wichtigsten Wirtschaftsbranchen in Italien

  • Erneuerbare Energien

Italiens grüner Recovery Plan konzentriert sich auf die erneuerbaren Energien und die Kreislaufwirtschaft. Besonderes Interesse wird an der Wasserstofftechnologie gezeigt – erste Experimente mit der Beimischung zu Gas wurden bereits erfolgreich durchgeführt. Gas spielt in Italien eine große Rolle als Energieträger. In Süditalien wird aufgrund der idealen Wetterverhältnisse die Windenergie zunehmend interessanter. Bis bis zum Jahr 2030 wird eine installierte Leistung von 18.400 MW (davon 900 MW Offshore) erwartet.

  • Maschinenbau

Der italienische Maschinenbau ist vor allem im Norden des Landes zu finden und besteht aus starken mittelständischen Strukturen. Sowohl Deutschland als auch Italien sind die größten Produzenten von Maschinen und Anlagen. Zahlreiche italienische Maschinenbau- und Ingenieursunternehmen sind auch auf internationaler Ebene aktiv und für die Planung, den Bau und Betrieb von Industrieanlagen verantwortlich. Mit einer hohen Qualität in den Bereichen Design, Konstruktion und Technik konnte sich die italienische Maschinenbau-Industrie eine weltweit führende Position sichern.

  • Life Sciences

In Italien gehört der Sektor der Life Sciences zu den wichtigsten Wachstumsbranchen. Dazu gehören Pharmazeutika, Biotechnologie, Medizinprodukt und IKT-Lösungen für das Gesundheitswesen. Im Jahr 2018 beliefen sich die Gesamteinnahmen der Branche auf 87,2 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Jahr 2017 lässt sich ein Wachstum von 4,3 Prozent feststellen.

  • Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)

Der IKT-Sektor spielt in Italien als Wachstumsbranche eine zunehmend größere Rolle und beeinflusst mittlerweile alle Wirtschaftssektoren. Auch Investitionen in die IKT haben in allen Bereichen der Wirtschaft zugenommen. Von den Dienstleistungen bis zum verarbeitenden Gewerbe, und auch im öffentlichen Sektor ist ein starker Anstieg zu verzeichnen. Technologiezentren spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle in diesem Sektor. Sie ziehen Unternehmen an, fördern den Technologietransfer und tragen zur Entstehung von innovativen Start-ups bei. Technologiezentren befinden sich zurzeit in 9 italienischen Regionen: Lombardei, Ligurien, Piemont, Venetien, Friaul-Julisch-Venetien, Emilia Romagna, Latium, Abruzzen und Sizilien. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) italienischer IKT-Unternehmen beliefen sich 2017 auf 2,29 Mrd. USD (+ 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Besonders beliebt sind Investitionen im Bereich der Computerprogrammierung und Beratung (+ 23,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr).

  • Chemie und Pharmazie

Die chemisch-pharmazeutische Industrie ist auch in Italien ein wichtiger Industriezweig. Italien gehört mit einem Anteil von 11 Prozent an der Gesamtproduktion zur den weltweit größten Wirkstoffproduzenten. Ein Großteil der Produktion ist für den Export bestimmt.

  • Agrar- und Lebensmittelindustrie

Die italienische Agrar- und Lebensmittelindustrie zeichnet sich durch Qualität, Lebensmittelsicherheit, technologische Innovation, Nachhaltigkeit und biologische Vielfalt aus. Auch die Tradition hat einen hohen Stellenwert. Italien ist ein Land, das große territoriale und klimatische Unterschiede aufweist. Auch kulturell ist es sehr vielfältig. Das hat zur Folge, dass es viele kleine Unternehmen gibt, die oft in Familienbesitz sind. Aufgrund der Preiskonkurrenz auf den ausländischen Märkten liegt der Fokus stark auf der Qualität und Einzigartigkeit der Produkte.

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Henrike Güdokeit

guedokeit@schwerin.ihk.de

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